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Die Regeln des Rugbyspiels
Geschrieben von Andreas Konold   

Experimentelle Regeln ab 1. August 2008

Das IRB hat in seiner Sitzung vom 01.05.2008 einen erweiterten Test der experimentellen Regeln (Experimental Law Variations – ELVs) beschlossen. Die Testphase wird die Saison 2008/2009 betreffen und startet am 01. August 2008. Für den weltweiten Test wurden 13 der ursprünglich 23 ELVs vom IRB ausgewählt.

Diese ELVs werden damit auch in Deutschland vorläufiger Bestandteil des Regelwerks und gelten in der nachstehenden Übersetzung in Ergänzung zu den bestehenden Regeln:

Regel 1.5: Fahnenstangen

Die Fahnenstangen auf der Malfeldauslinie sind nicht mehr länger im Seitenaus, es sei denn der Ball wird gegen die Stange im Malfeld abgelegt.

Regel 6.B.: (alt: Linienrichter) Schiedsrichter-Assistent

Ein Linienrichter ist dafür zuständig Seitenaus, Malfeld-Seitenaus sowie Erfolg oder Misserfolgbei Tritten zu den Stangen zu signalisieren. Ein vom Verband benannter Schiedsrichter-Assistent kann den Schiedsrichter zusätzlich bei allen anderen Aufgaben unterstützten.

Regel 17.2: In ein Paket hineingehen

Ein Spieler darf ein Paket zu Boden bringen, indem er einen gegnerischen Spieler im Paket nach unten zieht. Das Ziehen darf nur in einem Bereich zwischen Schultern und Hüften geschehen. (Verstoß: Straftritt)

Regel 19: Seitenaus und Gasse

a. Wenn eine Mannschaft den Ball in das eigene 22m-Feld zurückspielt oder trägt und den Ball dann direkt in die Gasse tritt, kann sie dadurch keinen Raumgewinn erzielen. Das heißt, die Gasse findet auf der Höhe statt, wo der Ball getreten wurde.

b. Ein schneller Einwurf kann gerade oder in Richtung des eigenen Malfeldes eingeworfen werden.

c. Es sind zwei Spieler pro Mannschaft notwendig um eine Gasse zu bilden. Jede Mannschaft kann ansonsten selbst bestimmen, wie viele Spieler an der Gasse teilnehmen sollen.

d. Der Ballempfänger (Gedrängehalb) in einer Gasse muss mindestens zwei Meter von der Gasse entfernt sein. Er darf sich nur zwischen der 5- und der 15-Meter-Linie aufhalten.

e. Der Gegenspieler des Einwerfers muss sich in dem 5-Meter-Raum aufhalten und zwei Meter von der 5-Meter-Linie entfernt sein.

f. Spieler in der Gasse dürfen den Fänger anfassen (pre-grip) bevor der Ball eingeworfen wird. Das Hochheben des Fängers ist erlaubt, nachdem der Ball eingeworfen wurde.

Regel 20.12: Abseits am Gedränge

Die Abseitslinie am Gedränge verläuft fünf Meter hinter dem letzten Fuß im Gedränge. Wenn der Gedrängehalb der nicht einwerfenden Mannschaft auf die andere Seite des Gedränges wechselt, ist dort der letzte Fuß seine Abseitslinie. Dies gilt nur, wenn er sich nahe am Gedränge aufhält.

(Diese Kurzform der Regeln des Rugbyspiels wurden der Seite der DRV-Referees entnommen)

Die vollständigen “Regeln des Rugbyspiels” sind hier einsehbar und abrufbar.


 
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